Handball

Der Zwei-Stufen-Plan greift: Ovationen für den VfL Hüls

Als letzte Mannschaft sind die Handballer des VfL Hüls in die Bezirksliga-Saison eingestiegen. Und wie! Das Team von Eberhard Metz wurde nach dem Spiel gegen TuS Hattingen II begeistert gefeiert.
Dynamisch und nervenstark: Maximilian Friedrich erzielte vier Tore für den VfL Hüls gegen Hattingen. © Jochen Sänger

Die guten Resultate in der Saisonvorbereitung sind kein Strohfeuer gewesen: Mit einer starken Leistung hat der VfL Hüls am Samstagabend den bisherigen Bezirksliga-Spitzenreiter TuS Hattingen II mit 29:26 (15:11) niedergerungen. Nach dem Schlusspfiff genossen die Hausherren die Ovationen ihrer Anhänger.

Trainer Eberhard Metz stellte rundum zufrieden fest, dass sein „Zwei-Stufen-Plan“ komplett aufgegangen war: „Hattingen hatte das Spiel schon vor dem ersten Wurf gewonnen. Wir haben mit unserer tadellosen Einstellung dagegen gehalten.

Außerdem haben wir sie aus dem Rückraum werfen lassen, denn wir wussten, dass sie mit dem Ball ihre Probleme haben würden.“

In der Tat schossen die Hattinger jede Menge Fahrkarten, während die Gastgeber mit dem unbehandelten Ball viel besser zurechtkamen. Nach einer verteilten Anfangsphase (5. 3:3) ließen sich die Gäste darüber hinaus mehrfach durch VfL-Gegenstöße überrumpeln. Der VfL baute den Vorsprung über 7:3 (10.) auf 10:5 (18.) aus.

Dass Björn Tögemann nach seinem zweiten Treffer zum 14:10 (29.) mit einer Bänderverletzung komplett von der Platte musste, steckten die Hausherren trotz ihrer eher spärlich besetzten Bank bravourös weg. Dennoch wackelte der Heimsieg in der zweiten Hälfte.

Nach der Pause wird es eng

Hattingen suchte den Weg zum Hülser Tor nach der Pause immer wieder über den linken Flügel und baute zudem auf einen anderen Schlussmann. Beide Maßnahmen zahlten sich aus. Nach 48 Minuten war der Hülser Vorsprung aufgebraucht. Beim Stand von 20:20 schien die Begegnung zu kippen, aber die Metz-Mannen behielten die Nerven – nicht nur an der Sieben-Meter-Linie. Das Team richtete sich am unwiderstehlichen Jan Kluck (elf Tore) und an seiner Speerspitze Alexander Stautenberg (sechs) auf.

David Lücke setzt den Schlusspunkt

Letzterer gefiel nicht nur mit Urgewalt im Angriff, sondern auch durch Reaktionsschnelligkeit in der Deckung. Diese Ballgewinne konnte der VfL in der Schlussphase, die sich durch etliche Wischpausen in die Länge zog, für die entscheidenden Gegenstöße nutzen.

Während Ahmad Al Masalmeh im zweiten Durchgang drei Mal das Privatduell mit dem Hattinger Keeper verlor, setzte David Lücke mit dem 29. Hülser Treffer eine halbe Minute vor dem Abpfiff den umjubelten Schlusspunkt.

  • Die Tore für den VfL Hüls warfen Jan Kluck (11), Alexander Stautenberg (6), Maximilian Friedrich (4), Björn Tögemann (3), Bernhard Bertlich (2), David Lücke (2) und Ahmad Al Masalmeh (1).
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