Fußball Bezirksliga

VfB Hüls: „Die Jungs knallen sich richtig dazwischen“

Wenn der VfB Hüls am Sonntag (15 Uhr, Evonik-Sportpark) gegen Kirchhellen den vierten Sieg in Serie anstrebt, fehlt einer der Garanten des Erfolgs: Nils Martens. Der Torhüter spricht über das sportliche Hoch am Badeweiher.
Er packt beim VfB Hüls fest zu: Nils Martens ist die Nummer eins am Badeweiher und will in der Bezirksliga weiter oben mitspielen. © Dieter Debo

Vergleich zur vergangenen Saison präsentiert der VfB Hüls seinen Anhängern bisher das komplette Kontrastprogramm. Im Spätsommer 2020 musste der Bezirksligist reichlich Lehrgeld zahlen. Ein Grund für den ausgezeichneten Start – nach drei Spieltagen stehen schon neun Zähler auf der Habenseite – ist die neue Sicherheit in der Abwehr.

Als ein Garant für die Stabilität in der Defensive gilt Torwart Nils Martens, der jedoch am Sonntag im Heimspiel gegen den VfB Kirchhellen passen muss. „Ich bin noch krankgeschrieben“, berichtet der Polizist, der für den TSV Marl-Hüls und den TuS 05 Sinsen den Kasten in der Ober- und in der Verbandsliga gehütet hat. „Bei einer Übung habe ich mich auf den Bart gelegt.“

Julian Treiber verstärkt die Hülser Defensive

Dass der VfB schon bei den Stadtmeisterschaften viel sicherer in der Verteidigung wirkte und in der Liga erst zwei Gegentreffer kassiert hat, führt der Zerberus auf die Verpflichtung von Julian Treiber zurück. Für noch wichtiger hält Nils Martens jedoch die Erfahrung, die seine jungen Mitspieler in der abgebrochenen Saison 2020/21 gesammelt haben.

„Sie sind jetzt wirklich in der Bezirksliga angekommen und treten erwachsen auf. Das erkennt man vor allem in der Zweikampfführung. Die Jungs knallen sich richtig dazwischen“, sagt die Nummer eins. Mit 24 Jahren gehört Martens neben Brian Kreuz, Dominik Grams, Andre Töppler und Dennis Kündig zu den erfahrenen Akteuren in der Rasselbande vom Badeweiher.

Der Torsteher ist überzeugt, dass sich seine Abwesenheit am Sonntag nicht negativ auf die Sicherheit der Deckung auswirken wird. „Egal, ob nun Theo Husmann oder Timo Kulak spielt. Ich habe volles Vertrauen in beide“, versichert Nils Martens und schwärmt gleichzeitig von der gemeinsamen Arbeit mit Torwart-Trainer Tobias Rantzow, „bei der auch der Spaß nicht zu kurz kommt“.

„Beim VfB habe ich ein super Umfeld“

Überhaupt fühlt sich der frühere TSV-Schlussmann am Badeweiher längst heimisch und hat während der Corona-Zwangspause nicht einen Moment daran gedacht, noch einmal oben anzugreifen: „Durch den Beruf kann ich nicht immer trainieren. Der VfB ist für mich die optimale Lösung. Ich habe hier ein super Umfeld und eine klasse Anlage.“

Der Kontakt zu seinem Stammverein ist abgerissen. Hin und wieder trifft er die alten Mannschaftskameraden auf dem Platz, zum Beispiel Niklas Baf und Kim Völkel beim Auftaktspiel gegen den FC Marl. Aus der heutigen TSV-Elf kennt er nur zwei, drei Spieler – aber eher auf privater Ebene.

Trotz des Neun-Punkte-Starts hebt beim VfB Hüls niemand ab: „Es wäre schön, wenn wir oben mitspielen können. Eine Vorgabe gibt es aber nicht. Der Vorstand macht auch keinen Druck“, betont Nils Martens mit der ihm eigenen Souveränität.

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