Fußball

Heimspiel hoch drei – der Recklinghäuser Fan hat die Qual der Wahl

Wer sich als Beobachter der Recklinghäuser Bezirksliga-Szene am Wochenende vor Ort ein Bild machen will, der hat die Qual der Wahl. Zeitgleich sind alle drei Teams daheim im Einsatz.
Markus Widera (r.) und die SG Suderwich hoffen auf einen Heimsieg gegen den SV Zweckel. © Ronald Brendel

Die Voraussetzungen für die SG Suderwich, die Sportfreunde Stuckenbusch und Genclikspor ähneln sich. Alle wollen mit Heimsiegen den Blick weiter nach oben richten.

SF Stuckenbusch – SV Lippramsdorf (Sonntag, 15 Uhr, Am Leiterchen): Ein Heimsieg und zwei Auswärts-Niederlagen schlagen bislang für die Stuckenbuscher zu Buche. „Da war schon mehr drin“, bilanziert Coach Pierre Bendig in der Erkenntnis, dass sein Team spielerisch größtenteils ordentlich auftrumpfte, sich aber das Leben immer wieder durch individuelle Fehler schwer machte. „Daran müssen wir arbeiten“, fordert Bendig.

Jondral oder Kandziora? Alles ist noch offen

Beispiel Torhüterposition: Leon Jondral machte seine Sache eigentlich ganz ordentlich, hatte aber dann immer mal „ein Öhrchen dabei“, wie es der Trainer formuliert. Und so wird er kurzfristig entscheiden, ob Jondral gegen Lippramsdorf aufläuft oder doch Dominic Kandziora. Personell sieht es nicht besonders gut aus bei den Gastgebern. Sascha Drepper laboriert immer noch an einer Entzündung im Knie. Marcel Kriesten ist im Urlaub – und Nico York sowie Justin Kaup sind noch angeschlagen. Hinzu kommt, dass Bryan Guddatis in dieser Woche berufsbedingt nicht trainieren konnte.

SG Suderwich – SV Zweckel (Sonntag, 15 Uhr, Lülfstraße): Der oftmals strapazierte Begriff des „Spiels auf Augenhöhe“ passt für diese Begegnung. Ein Spiel, ein Unentschieden, eine Niederlage – die bisherige Bilanz beider Teams ist identisch. Suderwichs Coach Christoph Meyer nimmt seine Elf in die Pflicht, nachdem der Auftritt beim 1:1 in Kirchhellen steigerungsfähig war. „Letztlich ist es ein 50:50-Spiel, aber zu Hause sind wir in der Pflicht“, sagt Meyer. Immerhin gibt es aus der SG-Personalabteilung frohe Botschaften: Alle Mann sind an Bord.

Genclikspor – SC Hassel (Sonntag, 15 Uhr, Eintracht-Stadion, Bochumer Straße): Der Name des neuen Hasseler Trainers klingt wie ein guter sizilianischer Rotwein – und irgendwie findet auch Genclik-Coach Yakup Köse Geschmack an dieser Partie. Kein Wunder, kickte er doch mit Calogero Cavaleri einst zusammen in Horst-Emscher.

Cavaleri bringt SC Hassel auf Kurs

„Seitdem er in Hassel das Kommando hat, tut sich dort einiges“, sagt Köse, der aber – und schon haben wir wieder eines dieser Spiele auf Augenhöhe – sein Team nicht chancenlos sieht. Bis auf Torjäger Kadir Kerter sind bei den Gastgebern alle fit. Und im Tor hat sich Ersatzmann Dogus Güney, der den immer noch am Knie verletzten Hüseyin Takim, vertritt, etabliert. „Er hat weiter mein Vertrauen“, sagt Köse.

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