Boris Kaminski geht den Weg in die Öffentlichkeit, um den Missbrauchs-Opfern ein Gesicht zu geben.
Boris Kaminski geht den Weg in die Öffentlichkeit, um den Missbrauchs-Opfern ein Gesicht zu geben. © Privat
Sexueller Missbrauch im Sport

Boris Kaminski: „Ich wurde als Kind von meinem Trainer schwer sexuell missbraucht“

Fast 30 Jahre hat es gedauert, ehe der Waltroper Boris Kaminski diese Worte öffentlich aussprechen kann. Er geht in die Tiefe, schildert Details des Missbrauchs, die den Gesprächspartner fassungslos zurücklassen.

Viele Menschen aus dem Kreis Recklinghausen bringen Boris Kaminski, der heute 44 Jahre alt ist, mit dem Basketball in Verbindung. Er trainierte den GV Waltrop in der 1. Regionalliga, führte die Hertener Löwen zum Aufstieg in die zweite Bundesliga Pro A. Er war groß, blond, eloquent, hatte ein gewinnendes Lächeln – ein Macher eben. Niemand konnte auch nur im Ansatz erahnen, welch unfassbare Erlebnisse sich hinter dieser Fassade verbargen.

„Als die anderen Kinder und Eltern die Hallen verlassen hatten, sind wir duschen gegangen“

Boris Kaminski schildert Details des Missbrauchs – „was man sonst zu diesem Thema liest, ist sehr theoretisch“

„Es ist unerklärlich, dass sich niemand erhoben hat, um uns Kinder zu schützen“

„Die Taten sind verjährt“

„Ich möchte den Opfern ein Gesicht geben“

An wen können sich Missbrauchs-Opfer wenden?

Über die Autorin
Redakteurin
1969 in Koblenz geboren, begann sie 1991 das Volontariat beim Bauer-Verlag. Noch während der Oberstufenzeit wurde ihr von den Lehrern im Rheinland ein grausiges Bild des Ruhrgebiets vermittelt. Doch sehr schnell lernte sie die Region und die Menschen schätzen - und lieben. Längst hier verwurzelt, lebt sie seit 1993 in Waltrop, mit Mann und zwei Töchtern. Ob im Sport oder im Lokalen sind es die erzählten Geschichten, die sie so sehr an ihrem Beruf schätzt.
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