Bezirksliga

Teutonen stehen nach drei Spieltagen mit null Punkten da

Jetzt ist passiert, was die Pessimisten befürchtet haben: Bezirksligist Teutonia SuS Waltrop steht nach dem dritten Spieltag ohne einen Punkt da. Das Team von Oli Ridder verlor mit 0:1.
Der Aufwand groß, die Ausbeute mau bei den Kickern von Teutonia SuS Waltrop. © Christine Horn

Die Fakten des Spiels gegen den TuS Stockum sprechen eigentlich klar für die Teutonen: Denn sie erarbeiteten sich 18 Torschüsse, Stockum drei. Die Ineffektivität vor der Bude des Gegners aber ließ am Sonntag die Verantwortlichen am Sportzentrum Nord schier verzweifeln.

Und die Gäste? Sie waren quasi der Inbegriff an Effektivität. Sie gingen in der fünften Minuten durch Leander Dreßel in Führung. Dass diese bis zur fünften Minute der Nachspielzeit Bestand haben würde, damit war einfach nicht zu rechnen.

Nachdem Lutz Hamann in der ersten halben Stunde beste Möglichkeiten vergab, kam es in der 32. Minute zu einer Situation, die Trainer Oliver Ridder gar nicht nachvollziehen konnte. Der Ball rollte ins Aus, Henrik Sommer sprintete hinterher. Kurz vor der Seitenlinie fasste er sich an den rechten, hinteren Oberschenkel, humpelte und legte sich hin. „Warum rennt er mit Vollspeed dem Ball ins Aus hinterher?“, fragte sich der Coach. Sommer versuchte noch weiterzuspielen, musste eine Minute später jedoch passen und ausgewechselt werden.

Ridder kam sich schon albern vor, wie auch bei den vorherigen Niederlagen gegen Topmannschaften der Liga die körperliche und taktische Stärke seiner Mannschaft zu loben. Er verzagte immer wieder, ob der vergebenen Chancen im Zwei-Minutentakt. „Aber letztlich ist es ja das, was zählt. Es nutzt nichts, ein Chancenverhältnis von 18:3 zu haben, wenn Du die Bude nicht machst“, wetterte der Coach.

Ridder platzt der Kragen

Was Ridder dann endgültig auf die Palme brachte, war eine Szene in der 66. Minute. Lutz Hamann zog in den Strafraum ein, wurde dann aber von Stockums Yassin Bourima sehr unsanft von den Beinen geholt. Der Elfer-Pfiff blieb aber aus.„Und was macht der Schiri? Er sagt mir, er habe dort nicht hingeguckt“, platzte Ridder, der für seine Kritik an Schiri Julius Hentges die Gelbe Karte sah, dann der Kragen.

In der letzten Viertelstunde setzte Ridder dann alles auf eine Karte: Emmanuel Tabi und Mourad Zobair El Yazigui bildeten das Sturmduo, bei Standards wurden Mann und Maus nach vorne beordert, in der Nachspielzeit rückte auch Teutonen-Torwart Niklas Eßmann auf. Doch ein Tor wollte nicht mehr fallen.

„Und wieder sagte mir der gegnerische Trainer, dass er froh sein kann, hier nicht 0:4 verloren zu haben. Aber dafür können wir uns nichts kaufen. Du musst ein Tor machen, das ist das, was zählt“, so Ridder.