Fußball

Teutonia unter Druck? „Nein, uns bleiben noch 27 Spiele“, sagt Ridder

Drei Spiele, drei Niederlagen. Das sind die Fakten zum bisherigen Verlauf der Saison von Teutonia SuS in der Bezirksliga 9. Trainer Oliver Ridder meint: „Kein Grund, nervös zu werden.“
Henrik Sommer -hier kümmert sich Teamkollege Niko Poslednik um ihn - verletzte sich im Heimspiel gegen den TuS Stockum. Er wird den Teutonen zwei, drei Wochen fehlen. © Christine Horn

Die Tabelle interessiere Oliver Ridder nur zweimal im Jahr, sagt er: „Nach der Hinrunde und nach der Rückrunde.“ Anderen sei aber der Blick auf das aktuelle Tableau gestattet: Die Mannschaft des neuen Teutonen-Trainers steht mit null Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Nur die SG Castrop ist aufgrund des schlechteren Torverhältnisses noch schlechter platziert. Sie repräsentiert nun einmal nur die „A-Note“, das nackte Ergebnis. Sonderpunkte für die Teutonen gäbe es sicherlich, wenn es im Fußball auch die „B-Note“ für die Ausführung gäbe. Und genau dieser Aspekt macht Ridder optimistisch.

Ridder vergleicht Oberwiese- und Stockumspiel

„Ich kann mich an ein gewisses Spiel gegen einen Kreisligisten im Pokal erinnern (gegen den B-Ligisten Spvgg. Oberwiese im Kreispokal, gegen den die Teutonen mit 0:3 verloren, Anmerkung der Redaktion), in dem uns gegen einen tiefstehenden Gegner nichts einfiel und wir so gut wie keine Chance hatten“, blickt Ridder zurück. Und er vergleicht das Spiel mit dem gegen den TuS Stockum am Sonntag, das 0:1 verloren ging.

„Jetzt hatten wir gegen solch einen defensiven Gegner ein unfassbares Chancenplus. Das zeigt mir, dass meine junge und unerfahrene Mannschaft in diesem Monat viel dazugelernt hat. Und genau das stimmt mich optimistisch“, sagt der Trainer.

So sieht er sein Team vor dem vierten Spieltag, an dem die Mannschaft vom SpoNo zum Tabellensiebten FC Roj reist, auch nicht unter Druck. „Es gibt Vereine, da hat eine erste Mannschaft richtig Druck, wenn ein ambitionierter, selbsternannter Aufstiegsfavorit bis zum dritten Spieltag nicht geliefert hat. Aber das trifft auf uns ja nun mal gar nicht zu. Unser Ziel ist es, mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Und uns bleiben 27 Spiele Zeit, um dieses Ziel zu erreichen.“

Powerpoint-Präsentation gibt es per WhatsApp

Ridder hat wie vor jedem anderen Spiel auch, eine Powerpoint-Präsentation über den Gegner zusammengestellt. Die wird er am Freitagabend den Spielern per WhatsApp zukommen lassen. „Das gibt Vertrauen“, ist der Coach überzeugt. Das Team des FC Roj verfüge über starke Einzelspieler, zum Teil mit Westfalenliga- oder gar Oberligaerfahrung. Zudem sei Benjamin Fischer ein ambitionierter Trainer, der eine spielfreudige und gallige Truppe zusammengestellt hat. „Bei den Heimspielen sind immer viele Zuschauer da, und die Stimmung dort ist immer sehr gut“, weiß Ridder.

Henrik Sommer, der sich vergangenen Sonntag eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen hatte, wird wohl zwei bis drei Wochen pausieren müssen. Zum Glück stieg Jonah Killian am Donnerstag dieser Woche wieder ins Training ein. Nach dem Ausfall von Innenverteidiger Henrik Sommer wäre Killians Einsatz auf dieser Position sehr wichtig. Max Reimann ginge es mit der Fußverletzung besser, „aber für Sonntag wird es noch nicht reichen“, sagt Ridder. Und Luca Gennermann sei wieder im Training. „Wir werden jetzt am Sonntag schauen, ob er spielen kann. Aber die Tendenz geht eher in Richtung kommender Woche“, so Ridder.

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