Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands

125 Jahre kfd: Vom Jungfrauenverein bis hin zu Maria 2.0

Die kfd St. Peter feiert ihr 125-jähriges Jubiläum: Unter dem Motto „Stolz auf Vergangenes – engagiert in die Zukunft“ soll am 18. September ein Gottesdienst mit Begegnung stattfinden.
Sie bilden das Leitungsteam der kfd (v. l.): Mechthild Steinbrock, Christiane Baack, Marion Wehmeyer, Magdalena Hornberg und Hildegard Siemann vom Leitungsteam. © Giulia Senking

„Die kfd ist eine große Gemeinde, die Glauben neu entdeckt und Kirche mitgestaltet. Wir setzen uns für andere ein und jede Frau kann sich einbringen und die Gesellschaft mitgestalten“, erklärt Mechthild Steinbrock von der kfd. Mit 125 Jahren hat die kfd St. Peter Waltrop eine lange Geschichte hinter sich. Das soll am 18. September mit einem Gottesdienst in der St. Peterskirche gefeiert werden. „Jetzt freuen wir uns auf unser Fest und darüber, dass wir es trotz Corona feiern können. Der Gottesdienst ist um 10 Uhr in der St.-Peter-Kirche. Anschließend gibt es im Haus der Begegnung ein Treffen mit kleiner Überraschung“, verrät Steinbrock.

Entstanden aus Müttervereinen

Schon 1856 entstanden in Deutschland die ersten christlichen Müttervereine. Durch einen starken Wandel des Frauenverständnisses in der Gesellschaft, intensivierte auch die Kirche ihre Frauenseelsorge und Bildungsarbeit. Daraufhin bildeten sich in den Pfarrgemeinden sogenannte Jungfrauen- und Müttervereine – im Jahre 1896 auch in Waltrop. Unter den Nationalsozialisten wurde der Diözesanverband dann verboten, bis die Müttervereine in den 60er-Jahren wieder Zuspruch bekamen und schließlich ihren Namen in „Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands“ (kfd) änderten. Heute ist der kfd-Bundesverband mit 400.000 Mitgliedern einer der größten Frauenverbände Deutschlands.

Gleichstellung der Frau als zentrales Thema

Neben den regelmäßigen Treffen, Gottesdiensten, Bildungsveranstaltungen oder auch Ausflügen finden viele Aktionen statt, in denen sich die Mitglieder unter anderem für die Gleichstellung von Frauen oder andere politische Themen wie die Klimapolitik einsetzen. Besonders stolz ist das sechsköpfige Leitungsteam rund um Mechthild Steinbrock auf die Aktion Maria 2.0. In sieben Thesen forderten sie die Erneuerung der Kirche. Dazu gehören unter anderem die Aufdeckung von Missbrauchsfällen, gleiche Rechte für Frauen und ein verantwortungsvoller Umgang mit dem finanziellen Vermögen der Kirche. Gut 1000 Unterschriften kamen seinerzeit in Waltrop für die Aktion zusammen.

Frauenfrühstück startet im Oktober wieder

Aufgrund von Corona konnte in der letzten Zeit aber nicht alles so durchgeführt werden wie sonst. Die 24 Bezirkshelferinnen hätten den Kontakt zu den Mitgliedern aber weiter aufrecht gehalten und als Bindeglied zwischen Team und Mitgliedern fungiert, berichtet die kfd. „Die haben in der letzten Zeit wirklich wertvolle Arbeit geleistet“, lobt Steinbrock. „Das Highlight in der kfd ist eigentlich das monatliche Frauenfrühstück. Das vermissen die Frauen zurzeit sehr. Das wollen wir jetzt im Oktober aber wieder starten“, versichert Mechthild Steinbrock.

Die Angebote der kfd St. Peter

  • Offener Frauentreff aller Altersstufen: trifft sich jeden ersten und dritten Dienstag im Monat;
  • Fit durch Gymnastik: findet jeden Dienstag statt;
  • „Mittendrin“-Gruppe: trifft sich jeden dritten Mittwoch im Monat;
  • Frauenfrühstück: findet jeden zweiten Mittwoch im Monat statt;
  • Bibelgespräch: findet jeden Donnerstag statt;
  • Gemeinschaftsmesse: findet an jedem ersten oder letzten Dienstag im Monat statt.

Der Abend in Waltrop

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