Protest gegen den Krieg

200 Waltroper protestieren am Kiepenkerl für Frieden in der Ukraine

Die Waltroper werden nicht müde gegen den Ukraine-Krieg „vor der Haustür“ zu protestieren - diesmal setzt Manuel Droletz von der „Seebrücke“ Akzente. Und der „Laden“ packt Erstpakete für Geflüchtete.
Auch die Waltroper Grünen protestierten gegen den Ukraine-Krieg. Sie halten gelb-blaue Plakate hoch.
Protest gegen den Krieg in der Ukraine kam auch von den Waltroper Grünen. © Thomas Bartel

Auch an diesem Samstagmittag (19.3.) stand der Platz rund um den Kiepenkerl ganz im Zeichen des Protests gegen Putins Krieg gegen die Ukraine: Rund 200 Waltroperinnen und Waltroper hatten sich versammelt, um die Geflüchteten in unserer Stadt willkommen zu heißen (rund 100 Frauen und Kinder sollen es mittlerweile sein) und ein Ende der Gewalt zu fordern. Neben Plakaten wie „Nie wieder Krieg“ gab es auch Schilder, die die NATO dazu aufforderten, den Himmel über der Ukraine zu schützen.

Manuel Droletz (l.) von der „Seebrücke“ und der frühere Pastoralreferent Heiner Fehlker halten kurze Ansprachen.
Manuel Droletz (l.) von der „Seebrücke“ und der frühere Pastoralreferent Heiner Fehlker halten kurze Ansprachen. © Thomas Bartel

Manuel Droletz von der Waltroper „Seebrücke“ erinnerte in seiner kurzen Ansprache um zehn vor 12 Uhr aber auch an die Flüchtlingslager am Mittelmeer, die in diesen Tagen nicht vergessen werden sollten. Auch dort, etwa im Lager Moria in Griechenland, gebe es Leid und Gewalt, auch dort sei Hilfe nötig. Außerdem appelliert der 34-Jährige, die russische Bevölkerung nicht zu verteufeln, die von der Kremlführung massiv eingeschüchtert werde.

Eine Gruppe fordert auf einem blau-gelben Plakat den Schutz des ukrainischen Himmels durch die NATO.
Diese Gruppe fordert den Schutz des ukrainischen Himmels durch die NATO. © Thomas Bartel

„Der Laden“ bietet Erstpakete für Geflüchtete

Der frühere Pastoralreferent und Organisator des „Ladens“, Heiner Fehlker, wies darauf hin, dass das Sozialkaufhaus ab sofort Pakete mit Lebensmitteln und Erstausstattung für ankommende Flüchtlinge verteile. Dann, mit Beginn des Glockengeläuts um 12 Uhr, wurde eine Schweigeminute für den Frieden eingelegt, die mit dem Lied „We shall overcome“ endete. An Infoständen von SPD und „Seebrücke“ wurden Spenden gesammelt. Am kommenden Samstag (26. 3.) werden Ratsherr Bernd Schäfer (Flüchtlingshilfe) und Pastorin Sabine Dumpelnik (Evangelische Gemeinde) die Sprecherrollen übernehmen.

Eine Gruppe fordert auf einem blau-gelben Plakat den Schutz des ukrainischen Himmels durch die NATO.
Diese Gruppe fordert den Schutz des ukrainischen Himmels durch die NATO. © Thomas Bartel

Der Abend in Waltrop

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