Eine Frage der Verantwortung

Ab Montag wird am SpoNo getestet – trotz ausgesetzter Testpflicht

Die Erleichterung bei Waltrops Sportlern ist groß: Denn Kontaktsport mit bis zu 100 Personen ist wieder möglich - draußen und in der Halle. Und das ohne den Nachweis eines Negativ-Tests.
Am Montag öffnet die Praxis "Elsa Physiotherapie" eine Teststelle am Sportzentrum Nord. © Teutonia SuS Waltrop

Obwohl der Corona-Test-Nachweis wegfällt, wird am Montag um 16.30 Uhr die Praxis „Elsa Physiotherapie“ am Sportzentrum Nord ein Testzentrum eröffnen. Warum? Diese Frage beantwortet Thomas Wilk von den Fußballern von Teutonia SuS Waltrop, in deren Räumlichkeiten die Teststelle aufgebaut wird. „Wir finden es sehr gut, dass hier ab Montag getestet wird. Denn für uns gilt: Schütze dich selbst, dann schützt du auch andere.“ Die Teststelle wird zu den Hochzeiten, an denen das Sportzentrum von vielen Waltroper Sportlern genutzt wird, geöffnet sein. „Dieses Angebot hier können die Fußballer der anderen Vereine, die Volleyballer, die Basketballer und die Handballer nutzen. Und natürlich auch alle anderen Waltroper Bürgerinnen und Bürger“, sagt Thomas Wilk. Die Öffnungszeiten der Teststelle sind montags bis freitags von 16.30 Uhr bis 19.30 Uhr.

„Ich schütze nicht nur mich, sondern auch die Mannschaftskollegen“

Gerade erst kommen die Mannschaftssportler wieder zusammen, steigen behutsam in die Vorbereitung auf die neue Saison ein. „Auch wenn ich mich nicht testen lassen muss, ist es sinnvoll, es trotzdem zu tun: Denn so schütze ich nicht nur mich, sondern auch meine Teamkollegen und die anderen Mannschaften des Vereins. Eine Infektion würde ja bedeuten, dass alle Beteiligten wieder in Quarantäne gehen müssten, was wiederum den Betrieb zum Stillstand bringen würde. Das möchten wir natürlich verhindern, denn wir würden die Vorbereitung aufs Spiel setzen“, erläutert Thomas Wilk.

Mediziner-Perspektive: „Völlig in Ordnung“

Dr. Matthias Andersen, Chef des Ärzte-Netzes Vestnet, sagt auf Anfrage, es sei aus seiner Mediziner-Perspektive „völlig in Ordnung“, dass nun die Maskenpflicht draußen entfalle. Die Inzidenz-Lage gebe das her, und im Freien sei die Ansteckungsgefahr ohnehin geringer. Auch er ruft aber zur Eigenverantwortung auf: „Es müssen sich ja nicht gleich alle um den Hals fallen oder zusammen aus einer Flasche Bier trinken.“ Viel größer bleibe die Infektionsgefahr in Innenräumen, wo weiter Maskenpflicht besteht.

„Gerade mit Blick auf den Sommer, der jetzt endlich da ist“ freue er sich für alle Waltroperinnen und Waltroper und auch ganz persönlich darüber, sagt Bürgermeister Marcel Mittelbach (SPD). Er verbindet es freilich mit der Bitte, „nicht übermütig zu werden, weiter Abstand zu halten und wenn es zu eng wird, freiwillig unsere Masken zu nutzen“.

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