Waltrops Bürgermeister Marcel Mittelbach schaut nachdenklich.
Waltrops Bürgermeister Marcel Mittelbach erreichte keine Mehrheit für seinen V+E-Antrag. © Weßling
Bürgermeister scheitert mit Vorschlag

Abstimmungs-Krimi im Stadtrat – und die Zukunft des V+E bleibt trotzdem offen

Lange diskutierte der Waltroper Stadtrat über die Zukunft des Ver- und Entsorgungsbetriebs. Gemeinsames Ziel: eine Belastung der Bürger wegen der neuen Umsatzsteuer zu vermeiden. Einig wurde man sich nicht.

Es war ein Abstimmungs-Krimi, und am Ende herrschte Gleichstand: In einem von der CDU beantragten geheimen Votum haben im Waltroper Stadtrat je 17 Kommunalpolitiker für und gegen den Antrag gestimmt, jetzt bereits die Auflösung des Ver- und Entsorgungsbetrieb (V+E) zum Jahresende in seiner jetzigen Form und seine Weiterführung als Eigenbetrieb der Stadt zu beschließen. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. Für die Bürger ist das vermeintlich trockene steuerrechtliche Thema von Bedeutung, weil wegen einer Reform des Umsatzsteuerrechtes zum neuen Jahr die Steuer auf einige Leistungen des V+E anfallen würde, wenn man die Rechtsform so beibehält. Das wirkt sich massiv auf die Stadtfinanzen und am Ende auf jeden Bürger aus.

Thema kann nicht in der Schwebe bleiben

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Redakteur
Geboren und aufgewachsen in Gelsenkirchen-Buer, studiert in Bochum und Dublin. Wollte seit dem Schülerpraktikum in der achten Klasse nie etwas anderes werden als Journalist. Als freier Mitarbeiter seit dem 14. Lebensjahr eifrig darauf hin gearbeitet, den schönsten Beruf der Welt zu ergreifen. Dann in Osthessen zur Redakteursausbildung. Im Jahr 2006 von Osthessen ins Ostvest. Tief eingeatmet und mit Westernhagen gesagt: “Ich bin wieder hier, in meinem Revier.” Das geliebte Ruhrgebiet, das Ostvest, auch und gerade das kleine Waltrop: Fundgruben für Geschichten, die erzählt werden wollen. Immer wieder gerne.
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