Münsterstraße

Autofahrer müssen bei Blaulicht und Martinshorn schnell reagieren

Der Bau der umstrittenen B474n in Datteln könnte für Waltroper Bürger Probleme bringen, da der Weg zum Dattelner Krankenhaus derzeit durch ein Nadelöhr führt. Aufmerksamkeit ist gefragt.
An der Münsterstraße wird der Verkehr derzeit einspurig geführt und durch eine Ampelanlage geregelt. Dort wird der Dattelner Abschnitt der B 474n angeschlossen. © Meike Holz

Wer aktuell über die Münsterstraße von Waltrop nach Datteln fährt, stößt an der Stadtgrenze auf ein Nadelöhr. Dort wird die im Bau befindliche Bundesstraße B474n gerade an die vorhandene Straße angeschlossen. Daher wird der Verkehrsfluss auf einer Länge von rund 500 Metern durch eine Ampelanlage geregelt und einspurig geführt. Pendler können ein Lied davon singen, denn regelmäßig bilden sich hier Staus – vor allem während der Rushhour.

Im Notfall eine Gefahr für die Gesundheit?

Doch ein Leser unserer Zeitung, der seinen Namen nicht nennen will, hat weitere Bedenken: Die Trasse gilt bekanntlich als wichtigste Verbindung des Waltroper Rettungswagens auf dem Weg zum Vincenz-Krankenhaus. Könnte das Nadelöhr also im Notfall zu einer Gefahr für die Gesundheit werden, wenn der Rettungsdienst für einige Minuten durch einen dichten Stau aufgehalten wird?

Detlef Tzschackert, Chef der Waltroper Feuerwehr, beruhigt auf Nachfrage unserer Redaktion: Bislang habe es an der besagten Stelle noch keine gefährliche Situation gegeben. „Der Straßenabschnitt ist zugegeben eng, aber da fummeln sich unsere Fahrer schon durch – auch ohne andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden“, betont er. Allerdings sollten die Autofahrer auf Blaulicht und Martinshorn achten, klärt er auf. „Dann haben wir absolute Vorfahrt.“

Laut Straßen.NRW soll einspurige Verkehrsführung samt Ampelanlage noch bis Ende August dauern.

„Problem-Brücke“ in Oberwiese

Eine andere Stelle auf Waltroper Stadtgebiet, an der die Feuerwehr „ausgebremst“ wird, ist die Oberwieser Brücke, die die Lohburger Straße über den Dortmund-Ems-Kanal führt. Die Brücke ist derzeit bekanntlich höhen- und gewichtsmäßig begrenzt. Nur Fahrzeuge, die weniger als 2,8 Tonnen wiegen und kleiner als 2,50 Meter hoch sind, dürfen die Brücke noch befahren. Durch Portale an beiden Seiten wird die Höhenbegrenzung durchgesetzt. Feuerwehrfahrzeuge sind aber in den allermeisten Fällen sowohl höher als auch schwerer als die für die Oberwieser Brücke vorgegebenen Werte.

Doch: Wenn es jenseits des Kanals, also in Richtung Ickern, brennt oder einen anderen Einsatz gibt, bei dem die Feuerwehr gefragt ist, gibt es eine Vereinbarung mit den Castrop-Rauxeler Kollegen. Die werden im Fall der Fälle über die Leitstelle der Feuerwehr mitalarmiert und rücken dann an. Die Waltroper Wehr würde auch rausfahren, braucht aber wegen der für sie gesperrten Brücke länger als die Castroper Kollegen. Deren Löschzug 4 ist nämlich an der Hedwig-Kiesekamp-Straße im Ortsteil Henrichenburg stationiert, der an Waltroper Stadtgebiet grenzt.

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