Traurige Nachricht

Bischof stirbt an Corona – Indienhilfe Waltrop sammelt weiter Spenden

Die Indienhilfe erreichte jetzt eine sehr traurige Nachricht: Bischof Basil, der 2017 noch Waltrop besuchte, ist gestorben. An dem Coronavirus. Er erstickte auf dem Weg in eine Klinik.
Bei seinem Besuch 2017 in Waltrop besuchte Bischof Basil das Grab von Bernhard Petersmann. Der Bischof starb Anfang Mai an Corona. © Privat

Clemens Petersmann fehlen noch immer die Worte. Gefühlt kennt er Bischof Basil schon ewig. Der Geistliche war ein Ziehsohn von Clemens’ Vater Bernhard Petersmann, dem Begründer der Waltroper Indienhilfe. In dem Land, das mittlerweile 1,36 Milliarden Einwohner zählt, arbeitete er als Missionar. Der 2013 gestorbene Bernhard Petersmann initiierte viele Projekte in Indien. So kaufte er ein Grundstück und legte auch den Grundstein für das Jeevan Jyoti Hospital Meghnagar. Von dort sollte der schwer an Corona erkrankte Bischof Basil vergangene Woche verlegt werden. Doch auf der Fahrt in ein anderes Krankenhaus starb er. Weil kein Beatmungsgerät an Bord war und er erstickte.

Bei seinem Besuch 2017 in Waltrop besuchte Bischof Basil das Grab von Bernhard Petersmann. Der Bischof starb Anfang Mai an Corona. © Privat © Privat

Die Pandemie hält Indien weiter im Würgegriff. Täglich werden rund 400.000 Neuinfektionen gemeldet. Das Gesundheitssystem droht zu kollabieren.

Vater Thomas, der mit dem Bischof 2017 Waltrop besuchte, steht in regelmäßigem Kontakt mit der Waltroper Indienhilfe. „Natürlich würden wir uns am liebsten in den Flieger setzen und vor Ort helfen. Aber das ist wegen Corona ausgeschlossen“, erläutert Marc Serger, Vorsitzender der Indienhilfe. So besinnen sich die Waltroper Helfer darauf, den Bedarf vor Ort in den Krisengebieten abzufragen. 6000 Euro der Spendengelder aus Waltrop sind bereits überwiesen. „Vor allem für Sauerstoff, aber auch für Masken und medizinische Aufbaupräparate“, sagt Serger.

Knapp 17.000 Euro auf dem Spendenkonto

Er ist für das Spendenkonto der Indienhilfe zuständig und konnte Montagmittag einen Kontostand von 17.000 Euro mitteilen. „Das ist großartig“, sagt Serger. Sie seien überwältigt von dem Engagement der Waltroper. „Von der Fünf-Euro-Spende bis zu einem hohen dreistelligen Betrag war bereits alles dabei.“

Und Serger gibt zugleich den Dank der Freunde aus Indien weiter. Da ist zudem die Tante von Clemens und Winni Petersmann, die als Nonne Corona-Kranke versorgt. Oder Raphael, der in der noch von Bernhard Petersmann aufgebauten Krankenstation versucht, möglichst vielen Menschen zu helfen.

Krankenwagen mit Beatmungsgerät soll finanziert werden

Wie aus der Krisenregion zu erfahren ist, gibt es derzeit rund um das Hospital nur Krankentransporte, aber keinen einzigen Krankenwagen mit einem Beatmungsgerät. „Jetzt klären sie vor Ort, ob ein solcher Krankenwagen erhältlich ist. Wir rechnen mit einer Summe zwischen 20.000 und 30.000 Euro. Und dann wollen wir von hier aus schauen, wie viel Geld wir zusammenbekommen, um so ein Fahrzeug finanzieren zu können“, sagt Serger. Im Namen der Waltroper Indienhilfe bittet er darum um weitere Spenden.

So können Sie spenden:

  • Per PayPal: spenden@indienhilfe-waltrop.de
  • oder per Überweisung: DE 09 4416 0014 0257 6484 00
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