Landgericht Bochum

„Curry-Heini-Prozess“: Angeklagter soll schon mit Axt gedroht haben

Der mutmaßliche Hammerschläger vom Waltroper Imbiss „Curry Heini“ soll schon vor Jahren auf offener Straße Angst verbreitet haben - mit einer Axt. Eine Waltroperin erinnerte sich im Prozess.
Der Prozess um eine mutmaßliche Hammerattacke bei „Curry Heini“ läuft am Bochumer Landgericht. © dpa

Im Prozess um eine mutmaßliche Hammerattacke beim Waltroper Imbiss „Curry Heini“ ist bekannt geworden, dass der Angeklagte schon drei Jahre zuvor auf offener Straße für Angst und Schrecken gesorgt haben soll. Am S-Bahnhof in Dortmund-Mengede soll der 61-Jährige damals einen Passanten mit einer Axt verfolgt haben.

Zeugin erinnert sich an den Zwischenfall

Eine Frau (23) aus Waltrop erinnerte sich am Mittwoch am Bochumer Landgericht als Zeugin an einen Zwischenfall, den sie im September 2015 beobachtet hatte. Der Angeklagte habe in der Nähe der Polizeiwache in Dortmund-Mengede mit einem CD-Player an einer Mauer gestanden und habe laut Musik gehört. Nachdem ein Passant im Vorbeigehen innegehalten, die Musik ausgemacht und weitergegangen sei, habe der Angeklagte prompt reagiert. „Er ging hinter die Mauer, hat eine Axt hervorgeholt und ist damit hinter dem anderen Mann hinterhergerannt“, so die Zeugin. Nach etwa einer Minute sei der ihr aus Waltrop „stadtbekannte Mann“ zurückgekehrt, habe die Axt zurückgestellt und seine Musik wieder angemacht.

Mutmaßliche Serie von Gewaltattacken

Im Prozess vor der 4. Strafkammer geht es um eine mutmaßliche Serie von Wut- und Gewaltattacken in Waltrop. Am 14. Dezember 2018 soll der Angeklagte am Imbiss „Curry Heini“ einen anderen Mann mit einem Hammer geschlagen haben. Dem 61-Jährigen, der heute in Dortmund lebt, droht die Zwangseinweisung in eine geschlossene Psychiatrie.

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