Nachruf

Das Fliegen war seine große Leidenschaft

Im Alter von nur 66 Jahren ist Clemens Stimberg nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Seine Familie und viele Waltroper Vereine und Verbände trauen um den heimischen Landwirt.
Unser Archivbild zeigt Clemens Stimberg auf einer Rasen-Schälmaschine. © Anna Lisa Oehlmann

Das Fliegen war seine große Leidenschaft. Allzu gern setzte sich Clemens Stimberg noch bis vor drei Jahren abends nach getaner Arbeit in einen Ultra-Leichtflieger, zog seine Runden über den Rieselfeldern und dem Datteln-Hamm-Kanal und genoss dabei den Sonnenuntergang von oben. Jetzt ist der Waltroper nach schwerer, tückischer Krankheit im Alter von 66 Jahren von uns gegangen.

Von klassischer Landwirtschaft auf Fertigrasen umgesattelt

Dass Clemens Stimberg einen Flugplatz sei Eigen nennen durfte, kommt nicht von Ungefähr: Schon vor Jahrzehnten baute er den heimischen Bauernhof mit klassischer Landwirtschaft um und setzte bekanntlich auf Fertigrasen. Möglich war dies, da er einen benachbarten Betrieb übernehmen und die Flächen so erweitern konnte, erzählt sein Schwiegersohn Bernd Hölscher. Und mit dem Fertigrasen hatte er auch den richtigen Riecher bewiesen, denn das Geschäft florierte. Mittlerweile führt sein ältester Sohn Matthias die Geschicke des Unternehmens an der Borker Straße weiter.

Erntekönig und treuer Schützenbruder

Betroffen von Clemens Stimbergs frühem Tod sind aber auch zahlreiche Waltroper Vereine und Verbände, in denen er seit Jahrzehnten aktives Mitglied war. So erinnert sich die Erntegemeinschaft noch gut an die Zeit von 1994 bis 1998, als er gemeinsam mit Elisabeth Eickenscheidt den Erntethron bestiegen hatte. Bei den Elmenhorster Schützen gehörte er ebenfalls zum Hofstaat, war immer überaus hilfsbereit, wenn es galt, etwa beim Zeltaufbau fürs Schützenfest zu helfen. Auch der Landwirtschaftliche Ortsverein betont seine außergewöhnliche Großzügigkeit und erinnert an die Dankeschön-Abende nach dem traditionellen Winterfest in der Stimbergschen Feldscheune.

Wehrleute tragen seinen Sarg – so hat er es gewünscht

Und nicht zuletzt die Waltroper Feuerwehr ist tief betroffen über den Verlust eines wertvollen Mitglieds und Hauptbrandmeisters. „Er war schon ein ganz besonderer Mensch“, heißt es unisono. Die Wehrleute, so war es der Wunsch des Verstorbenen, werden seinen Sarg tragen. Alle vier Vereine und Verbände werden ihm auch mit Fahnenabordnungen das letzte Geleit geben. Die Trauerfeier findet am kommenden Samstag (18. 9.) um 10 Uhr aus Pandemiegründen auf dem Hof an der Borker Straße statt, anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem Waltroper Friedhof. Clemens Stimberg hinterlässt seine Ehefrau Marlies, eine Tochter, zwei Söhne und drei Enkelkinder.

Der Abend in Waltrop

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