Cliquentreff, Yahoo und „Mobi“

Das sind die Neuen im Kinder- und Jugendbüro Waltrop

Sie sind die beiden Neuen im Team des Kinder- und Jugendbüros Waltrop: Julian Hecht und Kai Fiebig. Was sie nach Waltrop gezogen hat? Auch der gute Ruf der Jugendarbeit in der Stadt.
Julian Hecht (l.) und Kai Fiebig sind die beiden neuen Mitarbeiter im Team des Kinder- und Jugendbüros Waltrop. © Tamina Forytta

Seit einem knappen halben Jahr arbeitet Julian Hecht jetzt in der Waltroper Jugendarbeit, gut ein halber Monat ist es bei seinem Kollegen Kai Fiebig. Ganz schön viel frischer personeller Wind also im Haus der Bildung und Kultur an der Ziegeleistraße. Wobei: Dort am Schreibtisch geschieht ja nur ein Teil ihrer Arbeit. Kai Fiebig (40) ist der Nachfolger von Christian Luczak, der Waltrop Ende März verließ. Zuständig ist er schwerpunktmäßig für das Jugendcafé Yahoo. Julian Hecht, dessen halbe Stelle ganz neu geschaffen worden ist, kümmert sich vor allem um die Mobile Jugendarbeit („Mobi“) und den Cliquentreff an der Hafenstraße.

Der Ruf der Jugendarbeit in Waltrop

Warum Waltrop? Nun, beide hatten nach ihren vorherigen Stellen Lust, etwas Neues zu machen. Aber auch der Ruf der Jugendarbeit in Waltrop hat damit zu tun: Beide geraten geradezu ins Schwärmen, was das „Yahoo“ angeht: Tolle jugendkulturelle Möglichkeiten böten sich da; so etwas finde man nicht überall. Und dann das Bauhauskurs-Programm und generell ein vielfältiges Angebot für die unterschiedlichsten Bedarfe und für unterschiedlichste Altersklassen in Waltrop.

Ein eingespieltes Team von Honorarkräften

Plus ein gutes, junges, eingespieltes Team von Honorarkräften, die vielfach in ihre Arbeit – sei es an der Theke des „Yahoo“ oder in der „Mobi“ – über mehrere Jahre hineingewachsen sind. Jene Honorarkräfte hatten Julian Hecht auch zu Beginn seiner Zeit in Waltrop „an die Hand genommen“ und mit Jugendlichen in Kontakt gebracht. „Die haben ja Vertrauen zu den Honorarkräften, kennen sie gut“, sagt Julian Hecht. Und wenn diese Leute dann jemanden Neuen mitbringen, dann ist gleich die Brücke gebaut. Toll sei das, dass es in Waltrop Treffpunkte für junge Leute gebe, die zentral gelegen sind. Andernorts würden Jugendliche oft an den Rand der Stadt geschickt.

Studiert in Dortmund und Münster

Julian Hecht stammt ursprünglich aus Rheinland-Pfalz. Der 34-Jährige hat bis 2008 in Münster an der Fachhochschule Soziale Arbeit studiert und war danach in der Schulsozialarbeit und in der stationären Jugendhilfe tätig. Bis vor zwei Jahren hat Julian Hecht auch in Münster gewohnt, jetzt lebt er in Haltern. Dort wurde sein neuer Kollege Kai Fiebig geboren, der an der Dortmunder Fachhochschule studiert hat und heute im Castrop-Rauxeler Stadtteil Ickern an der Stadtgrenze zu Waltrop lebt. Zuletzt hat er in Reken offene Jugendarbeit in einem Jugendhaus gemacht.

Beide Pädagogen machen im Übrigen die Erfahrung, dass junge Leute momentan geradezu danach lechzen, sich zu treffen. Die Corona-Zeit mit geschlossenen Schulen, ausfallendem Fußballtraining und all den anderen Distanz-Begleiterscheinungen habe ihre Spuren hinterlassen.

Verzicht auf so vieles in Corona-Zeiten

In den Zusammenhang ordnet Julian Hecht auch die Vorfälle ein, die sich jüngst im Moselbachpark zugetragen haben. Dort waren, wie berichtet, Teile eines Unterstandes demoliert worden, Glasscherben verunzierten den Basketballplatz, Bauzäune wurden umgerissen. Die jungen Leute hätten einfach in den letzten Corona-Monaten auf unglaublich viel verzichten müssen, sagt Julian Hecht. Vielleicht müsse man es eher so sehen: Gut, dass nicht noch mehr passiert sei. Und ohne sich zu weit vorwagen zu wollen, äußert er Zweifel, dass die Schuld für die Beschädigungen bei jungen Leuten aus Waltrop zu suchen sei. Man müsse sich ja nur einmal freitagsabends umschauen, welche Auto-Kennzeichen dann auf dem Marktplatz zu finden seien. „Das sind eher Ältere und eher Auswärtige“, so Julian Hecht.

Vorstellung an Waltroper Schulen

Jetzt blicken beide auf die Zeit, wenn die Schulen wieder losgehen: Dann will auch Kai Fiebig sich dort vorstellen. Corona sei ja nicht vorbei, und digitale Angebote würden auch sicher in Zukunft eine Rolle spielen – wie sie im Übrigen in der Jugendszene schon weit vor der Pandemie eine Rolle gespielt hätten. Aber ein „echtes“ Treffen sei eben nicht zu ersetzen. Nicht umsonst seien der gute, alte Kicker und der Billardtisch zuletzt wieder deutlich attraktiver geworden…

Ideen der Jugendlichen sind gefragt

Bei der Planung von jugendkulturellen Veranstaltungen sei ihm vor allem anderen wichtig, dass Jugendliche sich beteiligen, sich mit ihren Ideen, Vorschlägen und Wünschen einbringen. „Es soll ja ein auf Waltrop zugeschnittenes Programm sein“, sagt Kai Fiebig. Deswegen freut er sich über jede Kontaktaufnahme – auf welchem Wege auch immer. Seine Telefonnummer ist Tel. 02309/962651, seine Mail-Adresse Kai.fiebig@jugendbuero-waltrop.de, auf Facebook findet man ihn unter Kinder Jugendbüro Waltrop Kai und auf Twitter unter @YahooWaltropKai

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