Kommentar

Frank Schwabe kann sich auf die SPD verlassen – CDU sackt weiter ab

Der 50-Jährige holte den Wahlkreis zum fünften Mal in Folge. Auch seine SPD zeigt sich stabil. Die CDU bleibt hinter ihren eigenen Erwartungen zurück - und das liegt nicht nur am Bundestrend.
Jörn Tüffers ist Ressortleiter Ostvest. © privat

Jetzt ist es amtlich: Frank Schwabe wird länger Bundestagsabgeordneter sein als Angela Merkel Kanzlerin gewesen ist. Dass der 50-Jährige zum fünften Mal in Folge seinen Wahlkreis holen würde, war am Ende keine Überraschung. Er war als langjähriger Parlamentarier favorisiert, und durch das Wiedererstarken der SPD hat er den Abstand zu seinem Herausforderer Michael Breilmann (CDU) noch vergrößert. Er fällt auch deutlicher aus als bei der Wahl 2017.

Ein Jahr nach der Kommunalwahl und ein Dreivierteljahr vor der Landtagswahl verfestigt sich: Die Sozialdemokratie kann wieder auf Waltrop bauen. Sie liefert hier zwar keine Ergebnisse wie in Herten oder Castrop-Rauxel ab, aber die Basis ist solide.

Ergebnis muss der CDU Waltrop zu denken geben

Ganz anders die CDU. Breilmann und noch weniger die Partei selbst haben bei dieser Wahl auch nur den Hauch einer Chance gehabt. Dass er mehr Stimmen erhielt als die CDU an Zweitstimmen, muss den Verantwortlichen der CDU Waltrop zu denken geben – Bundestrend hin oder her. Da spielt auch eine Rolle, dass sie sich seit der verlorenen Kommunalwahl und dem Verlust des Bürgermeisteramts noch längst nicht wieder gefangen hat.

Stabil dagegen zeigen sich die Grünen im Vergleich zur Wahl im vorigen Jahr. Verglichen mit der Bundestagswahl 2017 haben sie ihr Ergebnis sogar verdoppelt. Und auch die FDP bestätigt ihren Erfolg von vor vier Jahren.

Bedenklich ist das Abschneiden der AfD. Obwohl sie kommunalpolitisch keine Rolle spielt, landet sie bei rund 10 Prozent.

Der Abend in Waltrop

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