Am Fuße des Spurwerkturms

Glückliche Picknick-Besucher: „Schön, dass endlich wieder was geht“

Waltrop atmet auf. Dieses Gefühl vermittelten die Gäste des Picknicks, das das Kulturbüro am Sonntag (20.6.) am Fuße des Spurwerkturms organisierte. Man blickte nur in glückliche Gesichter.
Ausverkauft! 215 Besucher kamen zum Picknick am Fuße des Spurwerkturms. © Christine Horn

„Endlich dürfen wir wieder“, so war der Tenor der Picknick-Besucher am Fuße des Spurwerkturms am Sonntag (20.6.). Andere Menschen zu sehen, sie zu hören, ihnen zuzuwinken oder einen Plausch am Nebentisch zu führen; das genossen die 215 Picknicker sehr.

In einer WhatsApp-Gruppe hatte Veronika Schröder-Norosinski bei den Freunden nachgefragt: „Bringt jeder mit, was er möchte?“ Letztlich entschied man: nein. „Wir einigten uns auf ein rustikales Essen.“ So kamen Fleischwurst, die begehrten Klöcker-Frikadellen, Mettwürstchen, Gurken und Brötchen sowie Erdbeeren und Muffins auf den gedeckten Tisch.

Auch sie ließen es sich gut gehen: (v.l.) Dieter Norosinski, Margit und Klaus-Gerd Tigges, Dolf und Kathrin Mehring sowie Veronika Schröder-Norosinski. © Christine Horn © Christine Horn

Klaus-Gerd Tigges zeigt auf eine Kühltasche, die er einst in Holland kaufte. „Die ist perfekt: Hier an der Seite ist das ganze Geschirr plus Tischdecke drin. Und dahinter dann das große Kühlfach.“ Als Margit Tigges fragt: „Was wollt Ihr? Stoff- oder Papierservietten?“, fällt das Votum klar aus: Wenn schon, denn schon – es sollen die blauweißkarierten aus Stoff sein. Das Sextett achtet auf Details: Unter der Dose mit den Frikadellen liegt eine Serviette, auf der „Sterne-Küche“ steht. Die Sechsergruppe, die ein Abonnement hat und regelmäßig die Kulturveranstaltungen in Waltrop besucht, hatte eigentlich noch mit einem anderen Ehepaar gerechnet. „Doch sie haben sich für einen Kurztrip in die Eifel entschieden. Selber Schuld“, sagt Klaus-Gerd Tigges und lacht.

Kaffee gibt’s – aber auch eisgekühlten Hugo

Natürlich hat die lustige Gruppe Kaffee in Thermosflaschen dabei, doch in der Mitte des Tisches thront der Getränkekühler. Darin: eiskalter Hugo. Beschwingt stoßen die Sechs an und freuen sich ihres Lebens.

Zwei Tische weiter hat Leon in einem Mini-Liegestuhl Platz genommen. Mama Lisa, die mit ihrer Familie in Brambauer lebt, hatte auf Facebook von der Picknick-Serie gelesen. „Dann haben wir uns einfach mal angemeldet und jetzt, wo wir hier sind, ist es einfach wunderschön.“

Mia (7) und Leon (2) haben es sich in den Liegestühlen bequem gemacht. © Christine Horn © Christine Horn

Tochter Mia (7), die es sich auch in einem Liegestuhl bequem gemacht hat, sagt: „Das Schönste ist, dass Tante Steffi und Onkel Domi hier sind.“ Mama Lisa erläutert: „Das ist das erste Mal seit Monaten, dass wir zusammen etwas unternehmen.“ Sie lächelt in die Runde, die Freunde und die Familie lächeln zurück.

Beste Bedingungen mit Wind und Wolken

So manch ein Besucher hatte wegen des Gewitters in der Nacht zu Sonntag um die Austragung des Picknicks gebangt. Aber letztlich hätten die Bedingungen nicht schöner sein können: Auf der Halde wehte ein leichter Wind, immer mal wieder schoben sich Wolken vor die Sonne. Es waren perfekte Bedingungen. Das sah auch ein Quartett aus Waltrop so, hatte sogar einen Sonnenschirm mit auf die Halde geschleppt. Geert Dirks, Andreas und Susanne Schroer sowie Silvia Batke strahlten sich gegenseitig an und bemerkten höchstzufrieden: „Endlich passiert wieder etwas.“

Kurz vor 12 Uhr sind alle Tische besetzt, beschwingt lauschen die Besucher dem Gesang von Anika Troska. Derweil sitzen Claudia Schänzer und Christine Erlemann vom Kulturbüro am Einlass. Sie haben sich auch ein kleines Picknick mitgebracht – nur sprudelt in ihren Bechern Wasser statt Hugo.

“Es ist ein schöner Tag für uns”, sagten Claudia Schänzer (l.) und Christine Erlemann vom Kulturbüro. © Christine Horn © Christine Horn

Die beiden Organisatorinnen – und Sören Backhove – strahlen mit den Besuchern um die Wette. „Das ist ein schöner Tag für uns. Endlich geht wieder was. Es war furchtbar in den vergangenen Monaten, alle Veranstaltungen absagen zu müssen“, sagt Claudia Schänzer. In diesem Moment kommt ein Besucher vorbei und hebt den Daumen. Er sagt nicht viel, aber was er sagt, lässt die Damen noch glücklicher zurück: „Top organisiert“, sagt er.

Weiter geht es am 18. Juli

Das Picknick am Fuße des Spurwerkturms war der Auftakt einer Serie: Und die Resonanz ist groß: Das Picknick im Moselbachpark in den Nachmittags- und Abendstunden des 18. Juli ist sogar ganz ausverkauft, für das Kinder-Picknick am Vormittag sind noch einige Plätze frei. Auch der Termin am Kanal am 15. August ist bereits zu 70 Prozent ausgebucht.

Der Abend in Waltrop

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