Kommentar

Kulturelle Vielfalt vor der Haustür

Ein Kultursommer, so wir wie ihn kennen, ist auch 2021 nicht realisierbar. Ist das ein Grund, enttäuscht zu sein? Nein, sagt unsere Redakteurin. Denn es gibt Lichtblicke.
Im Moselbachpark sollen in diesem Sommer einige kulturelle Events statt finden. © Meike Holz

Bestes Beispiel ist die „Session Possible“. Was Wolf Codera da jedes Jahr musikalisch auf die Beine stellt, ist beeindruckend. Allerdings: Der Andrang ist stets so groß, dass Zuschauer und Musiker in der vergleichsweise kleinen Mensa der Gesamtschule mächtig ins Schwitzen kommen. Die Vorstellung, eine solche „Session“ im großzügigen Freibad zu erleben, weckt bei mir große Vorfreude. Wurde hier aus der Not eine Tugend gemacht? Sicherlich. Aber vielleicht wurde gerade jetzt der Blick geschärft für – bessere? – Alternativen?

Das Open-Air-Kino auf dem Industrieplatz der Zeche, die Picknick-Serie am Spurwerkturm, im Park und Kanal reizen mich. Genau richtig war es auch, den traditionellen „Ende-August-Termin“ für das Parkfest, wenngleich auch in einem „Light-Format“, um eine Woche zu verschieben. So umgehen die Verantwortlichen die Vorgaben der Corona-Schutzverordnung für Großveranstaltungen bis zum 31. August. Ich hoffe auf viele Vereine, die die für das Projekt „Tanzen im Park“ aufgestellte Bühne nutzen. Lars Pompös vom gleichnamigen Tanzstudio könnte mit seinen Eleven im Dreivierteltakt die schöne Atmosphäre des Parks genießen. Oder die Jazzdance-Formationen des Turnverein Einigkeit hätten die Chance, ihre Choreografien einem größeren Publikum vorzustellen. Die Vielfalt vor der Haustür ist groß, nutzen Sie sie!

Der Abend in Waltrop

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