Gefährlicher Unsinn

Laternen ausgetreten, Mülleimer deformiert: Vandalismus in Waltrop-Ost

Er ist völlig sinnlos, ärgerlich und mitunter gefährlich - der Vandalismus, der in diesen Tagen besonders im Osten Waltrops um sich greift. Immerhin: In einem Fall gibt es Verdächtige.
Straßenlaternen haben eine wichtige Funktion. Mutwillig dafür zu sorgen, dass sie nicht mehr leuchten, ist kein Kavaliersdelikt. © picture alliance / Fabian Sommer/dpa

Der Vandalismus, der vor einigen Wochen noch die Stadtmitte und speziell den Moselbachpark betraf, tritt jetzt verstärkt im Osten Waltrops auf. Der Leiter des Ver- und Entsorgungsbetriebs (V+E), Bernd Funke, berichtete jetzt im Rats-Fachausschuss von zwei Fällen, in denen Unbekannte die Service-Klappe geöffnet haben, die sich im Fuß von Straßenlaternen befindet.

Das geht eigentlich nur mit einem Spezial-Werkzeug. Die Sicherung wurde herausgedreht und weggeworfen, die Laternen waren in der Folge funktionslos. Es ist zudem ein gefährlicher Unsinn, denn hier liegen hohe Spannungen an, wer in das freiliegende Loch greift, kann schwer verletzt werden. Der V+E-Mitarbeiter, der bei einer Kontrolle die offenen Klappen entdeckt hatte, fand die Deckel in der Nähe und befestigte sie provisorisch mit starkem Klebeband, um solches Unheil abzuwenden.

In einem Fall wurden Verdächtige beobachtet

Auf Anfrage hat die Polizei die Fälle bestätigt. Als Adresse wurde in beiden Fällen „Richtstrecke“ angegeben, Bernd Funke hatte allerdings mitgeteilt, eine der betroffenen Laternen stehe in der Nähe des Allwetterbads. Im Moment, sagt eine Polizeisprecherin, behandle man die Fälle als Sachbeschädigung, aber es sei möglich, dass man im Zuge weiterer Ermittlungen noch zu einem anderen Ergebnis komme.

Während es bei diesen Fällen, die sich Mitte vergangener Woche (16./17.11.) zugetragen haben, keine Tatverdächtigen gibt, hat die Polizei bei einem anderen Akt von Vandalismus am „Landabsatz“ drei jugendliche Tatverdächtige. Sie sollen am Donnerstag (25.11.) so heftig gegen Laternen getreten haben, dass sie anschließend nicht mehr funktionierten. Die jungen Leute, die dabei beobachtet wurden, sind 15 und 16 Jahre alt und kommen aus Waltrop und Lünen.

Mülleimer musste ersetzt werden

Schon vor einigen Tagen war zudem ein massiver Mülleimer in der Nähe des Spurwerkturms so stark beschädigt worden, dass er ersetzt werden musste. Ob eine Detonation die Ursache war, konnte bisher noch nicht geklärt werden.

Und auch die Beschädigung eines angemieteten, schon stillgelegten, Containers für das Corona-Abstrichzentrum auf dem Zechengelänge vor einigen Wochen gehört in die Reihe der sinnlosen und ärgerlichen Vandalismus-Akte.

Unbekannte hatten die dazu gehörenden Zeltwände zerschnitten und die Rollläden des Containers demoliert. Offenbar ging es nicht um einen Einbruchsversuch, sondern tatsächlich einfach nur um Zerstörung. Wertvolle Sachen gab es nicht mehr in den Container – ein alter Drucker, einige Flaschen Desinfektionsmittel. Eine Antenne für den WLAN-Empfang blieb unangetastet.

Die Polizei ist immer auf Hinweise angewiesen. Sie bittet, die 110 anzurufen.

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