Volksbank

Spende sichert das Reiten der „Hand-in-Hand“-Vorschulkinder

Eigentlich finanziert die Kindertagesstätte „Hand in Hand“ das heilpädagogische Reiten durch Aktionen des Fördervereins. Die fielen der Pandemie-Auflagen zum Opfer. Doch es gibt eine Lösung.
Michael Scholten (M.), Niederlassungsleiter der Volksbank in Waltrop, verschaffte sich selbst einen Eindruck vom heilpädagogischen Reiten der Hand-in-Hand-Kinder im Stall Beisenbusch. Mit auf dem Bild: Klaudia Niermann (l.), Heiner Beisenbusch (r.) sowie die Therapiepferde Dicki (l.) und Anneliese. © Privat

Seit vielen Jahren ist es eine Tradition, ein wichtiger Baustein im Vorschulprogramm: Mittwochmorgens steht für die Vorschulkinder des Kindergartens „Hand in Hand“ Reiten auf dem Tagesplan. Voller Vorfreude sind dann Reit- oder Fahrradhelme im Gepäck, die Kinder tragen bequeme Hosen ohne scheuernde Innennähte. Und Möhre oder Äpfel haben sie dann mit dabei, um sie an die Therapiepferde „Dicki“, „Frau Antje“, „Anneliese“ und deren vierbeinige Stallnachbarn zu verfüttern. Dann gehen sie zu Fuß durch die Felder zum nahegelegenen Hof Beisenbusch im Westen Waltrops.

Heilpädagogisches Reiten fördert Selbstwahrnehmung, Disziplin und Rücksicht

Die Kita „Hand in Hand“ schätzt das heilpädagogische Reiten sehr, das unter anderem Selbstwahrnehmung, Disziplin und Rücksicht fördere. Zudem: Die Eltern der Kinder organisieren nicht nur die Begleitung während des Reitens, sondern auch, dass die Finanzierung des Projektes ausschließlich über den kitaeigenen Förderverein läuft.

Vor der Coronapandemie wurde das wöchentliche heilpädagogische Reiten durch Einnahmen bei Märkten oder Festen finanziert. Diese konnten in den vergangenen Monaten nicht stattfinden, und daher kam kein Geld in die Kasse des Fördervereins. Umso größer war nun die Freude, dass durch eine Spende der Volksbank das Reiten der Hand-in-Hand-Vorschulkinder im kommenden Kindergartenjahr gesichert ist. Über weitere Spenden würde sich der Förderverein freuen (IBAN: DE72 4266 1717 0046 0461 00).

Reitunterricht noch nicht in vollem Umfang

Auch für Stallbetreiber Heiner Beisenbusch stellt diese Unterstützung eine planbare Konstante für die nächsten Monate dar. Der Reitunterricht läuft noch nicht in vollem Umfang. „In unserer Halle dürfen wir noch nicht unterrichten. Auf dem Außenplatz schon, aber wir bewerten das als zu gefährlich“, erläutert Beisenbusch, der gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Klaudia Niermann Unterricht erteilt. „Man darf nicht vergessen, dass die Kinder und Jugendlichen jetzt knapp acht Monate nicht mehr auf einem Pferd saßen. Wir wollen da kein Risiko eingehen und werden bis zu den Sommerferien den Reitbetrieb nur eingeschränkt organisieren“, kündigt Beisenbusch an.

Ein Drittel der deutschen Reitschulen überleben Corona nicht

Die Nachricht, dass wohl ein Drittel der deutschen Reitbetriebe die Corona-Pandemie aus finanzieller Hinsicht nicht überleben werden, hat natürlich auch ihn erreicht. Zu Corona-Hochzeiten gaben die Auflagen vor, dass die Pferde aus tierschutzrechtlichen Gründen bewegt, aber nicht trainiert werden durften. Entsprechend runtergefahren war der Betrieb und damit auch die Einnahmen. Jedoch: Wenn die Zahlen es erlauben, soll es auf dem Hof an der Straße „Nach der Deine“ nach den Sommerferien mit dem normalen Betrieb weitergehen. Und dann natürlich auch mit den Vorschulkindern der Kita „Hand in Hand“.

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