Hauptversammlung

Stadtmarketing will wieder durchstarten

Viel konnte das Stadtmarketing in den letzten Monaten nicht auf die Beine stellen - aus bekannten Gründen. Jetzt will man wieder loslegen. Und neue Helfer sind dabei.
Nicole Moenikes, Angelika Tadsen, Bernhard Mennemeier, Mirko Ruschmeyer und Thomas Paschek (v. li.) führen jetzt die Geschicke des Stadtmarketings. © Weßling

Nicole Moenikes, ehemalige Waltroper Bürgermeisterin (CDU), hat eine (weitere) neue Aufgabe in der Stadt übernommen: Sie ist nun Schatzmeisterin im Stadtmarketing und folgt in dieser Rolle auf Christian Borghaus, der das Amt nicht weiter bekleiden wollte. Mirko Ruschmeyer macht als Vorsitzender weiter, ihm zur Seite steht der städtische Wirtschaftsförderer Thomas Paschek. Beisitzer sind jetzt Angelika Tadsen („Bücherinsel“) und Fahrrad- und Haushaltswaren-Händler Bernhard Mennemeier, die den Vorstand entlasten sollen. Alle wurden einstimmig bei der Hauptversammlung im Foyer der Stadthalle gewählt.

Der Bericht des Vorsitzenden fiel knapp aus – die Corona-Pandemie hatte die Aktivitäten des Stadtmarketings über viele Monate weitgehend ausgebremst. Immerhin gab es jüngst wieder mal eine Aktion, bei der Kunden Produkte in Schaufenstern finden sollten, die eigentlich nicht ins jeweilige Sortiment gehören.

Und jetzt soll wieder verstärkt Leben in die Stadt zurückkehren. Einzelne Aktionen außerhalb des Stadtmarketing-Daches wie eine Modenschau der Boutique Scala sind angekündigt, auch Angelika Westhoff-Haschke berichtete von den erfolgreichen Aktivitäten des „Zeit:Raums“.

Aber auch Stadtmarketing-Veranstaltungen soll es wieder geben: Einen Termin für eine dritte Auflage der Minigolf-Aktion in und an den Innenstadt-Geschäften zurrten die Anwesenden auf Initiative von Nicole Moenikes gleich fest: Sie soll am Freitag, 24. September, von 12 bis 18 Uhr stattfinden, letzter Start-Termin soll um 16.30 Uhr sein. Angelika Tadsen berichtete überdies von einer Aktion in Kooperation mit den Kindergärten, bei der es darum gehen soll, im November die Stadt mit Laternen zu erleuchten, bevor diese dann in der Vorweihnachtszeit durch die Weihnachtbeleuchtung ersetzt wird. „Bei unserer Aktion sind noch weitere Kitas eingeladen mitzumachen. Der Aufwand ist nicht groß“, sagte Angelika Tadsen.

Holzinger kontert die Kritik deutlich

Zuvor gab es die bei Stadtmarketing-Versammlungen fast schon übliche Kritik, als Händler erfahre man ja nichts darüber, was das Stadtmarketing plane. Erich Holzinger (Sparkasse) verteidigte daraufhin Mirko Ruschmeyer mit deutlichen Worten, der vor jeder geplanten Aktion alle Geschäfte in der Innenstadt abklappere und von vielen trotzdem noch nicht einmal eine Rückmeldung bekomme, ob sie nun mitmachen oder nicht. Ohnehin wollen die Händler jetzt in die Zukunft schauen – wieder regelmäßig zu Stammtischen zusammenkommen, bei denen auch Nicht-Stadtmarketing-Mitglieder willkommen sind, und neue Pläne aushecken. Herbst- und Frühlingsfeste in der Art, wie man sie kannte, wird es freilich kaum wieder geben können.

„Brokken“ ist nicht zu ersetzen

Die Feste waren zu großen Teilen das Werk von Jörg „Brokken“ Buxel, der im Frühjahr verstorben ist und der nicht nur menschlich, sondern auch in seiner Rolle als Event-Planer und „Anpacker“ eine riesige Lücke hinterlässt. „Die kann ich niemals füllen“, bekannte Ruschmeyer. Man könne aber aus „Brokkens“ vielen guten Ideen Inspiration ziehen, meinte Angelika Westhoff-Haschke.

„Wer eine Idee hat, weiß, wo er mich findet“, sagt Ruschmeyer. Zu den Öffnungszeiten trifft man ihn in seinem Laden an der Isbruchstraße immer an. Ruschmeyer wünschte sich mehr Unterstützung bei seiner Arbeit und bekam die Zusicherung, die auch zu bekommen. Er solle sich freilich auch melden, wenn er Hilfe brauche.

Der Abend in Waltrop

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