Innenstadt

Subventionierte Laden-Miete: Sechs Abschlüsse auf der Zielgeraden

Das Landesprogramm, mit dem es Mietern ermöglicht wird, sich kostengünstig in Ladenlokalen in der Innenstadt niederzulassen, trägt Früchte. Das sagt Wirtschaftsförderer Thomas Paschek.
Keine Frage: Die Fußgängerzone braucht dringend Belebung. © Meike Holz

CDU-Ratsfrau Anja Kuhnert hatte im zuständigen Rats-Fachausschuss öffentlich danach gefragt, doch für Einzelheiten verwies sie Wirtschaftsförderer Thomas Paschek auf den nicht öffentlichen Teil: Es geht um die Anmietung von Geschäftsräumen durch die Stadt. Die Kosten dafür bekommt die Kommune – abgesehen von einem geringen Eigenanteil – komplett über ein NRW-Programm gefördert. Eine Fördersumme von 124.740 Euro steht dabei Waltrop zur Verfügung. Im Endeffekt heißt das: Geschäftsleute können sich, quasi als „Untermieter“ der Stadt, in aktuell leeren Ladenlokalen niederlassen und zahlen zwei Jahre lang- so lange läuft das Programm – eine äußerst geringe Netto-Kaltmiete. Die weiteren Kosten, die ihnen im Zusammenhang mit der Anmietung entstehen, tragen sie allerdings selbst. Das Programm soll die Fußgängerzone fördern.

Die CDU hatte bei dem Thema immer wieder nachgehakt und es zu „ihrer“ Angelegenheit gemacht, Paschek hatte allerdings auch betont, dass er ohnehin frühzeitig am Ball gewesen sei. Ohne Namen zu nennen – noch stehen die Unterschriften unter den Verträgen aus – berichtete Paschek nun gegenüber der WZ, dass sich von den 16 Objekt-Anbietern, die er ins Boot geholt habe, in sechs Fällen sehr konkrete Absichten für ein Miet-Verhältnis nach dem beschriebenen Programm ergeben hätten.

Teils Start noch vor Weihnachten geplant

Teils noch in diesem Jahr – rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft – teils spätestens Anfang kommenden Jahres wollten Interessenten in die entsprechenden Lokale einziehen. Vertragsentwürfe würden jetzt vorbereitet, dann will Paschek noch abwarten, ob es Änderungswünsche gibt – und dann könnte sehr schnell Leben in die betreffenden Immobilien einziehen. Wie man hört, könnte das Programm auch einen lang ersehnten Impuls für die Gastronomie-Branche geben.

Der Vorteil im kleinen Waltrop sei, dass die Akteure sich kennten, sagt Paschek. Bei den lokalen Objekt-Anbieter stieß er mit dem Programm auf offene Ohren – schwieriger war es, wenn es sich um große Fonds handelt.

Bleibt zu hoffen, dass die Geschäftsmodelle auch nachhaltig sind, so dass die Geschäftsleute auch wirtschaftlich klarkommen, wenn sie die volle Miete selbst berappen müssen. Aber auch da könne er Hilfe vermitteln, sagt Thomas Paschek.

CDU schlägt Eltern-Kind-Parkplätze an der Stadthalle vor

Weitere Vorschläge für die Attraktivitätssteigerung der Innenstadt trug Anja Kuhnert am Donnerstagabend im Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrates vor: So wünscht die CDU-Fraktion auf dem kleinen Parkplatz an der Stadthalle die Einrichtung von speziellen Eltern-Kind-Parkplätzen, um den Zugang zum Drogeriemarkt dm, zu Edeka Nüsken, der Postfiliale oder auch Ernstings Family zu erleichtern. Dies sei kurzfristig durch den V+E machbar, erklärte Kuhnert.

Außerdem sei nach einer Ortsbegehung der Frauen Union auch die Idee entstanden, besondere Häuser in der Fußgängerzone anzustrahlen – darunter die Kornbrennerei Bröggelhoff, das Haus der Sinne der Parfümerie Pieper sowie die Fassaden der Geschäfte Apollo und Takko. Auch aus touristischen Gründen solle der Malerische Winkel in der Rösterstraße beleuchtet werden, finden die Christdemokraten.

Stadt plant Workshops zum Thema Innenstadt

Der Ausschuss allerdings vertröstete die CDU-Fraktion: Ihre Ideen sollen in Workshops einfließen, die die Stadtverwaltung in Kürze zum Thema Innenstadt aus der Taufe heben will.

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