Waltrop vor zehn Jahren Autofahrer rastet aus und kassiert eine saftige Geldstrafe

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Außenansicht des Amtsgerichts Recklinghausen, davor ein vorbeifahrendes Auto in Wischoptik.
Am Amtsgericht RE lief vor zehn Jahren der Prozess gegen einen Waltroper Verkehrsrowdy. © Thomas Nowaczyk
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Am Amtsgericht Recklinghausen kassierte ein Trockenbauer aus Waltrop, damals 35 Jahre alt, eine Geldstrafe von 2250 Euro. Über dieses Gerichtsurteil berichteten wir in der Ausgabe der Waltroper Zeitung vom 25. Januar 2013. Der Mann hatte sich „als zügelloser und brutaler Verkehrsrowdy aufgeführt“, hieß es damals im Gerichts-Bericht.

Passiert war Folgendes: Am 3. Juni 2012 war der Autofahrer mit heulendem Motor auf die Hafenstraße abgebogen. Ein Fußgänger, der das rasante Abbiegemanöver beobachtet hatte, drehte sich verdutzt um und schaute dem Pkw hinterher. Das hatte der Angeklagte im Spiegel beobachtet. Der 35-Jährige stieg auf die Bremse, legte den Rückwärtsgang ein und hielt in Höhe des Fußgängers an. Dann brannten dem heißblütigen BMW-Fahrer sämtliche Sicherungen durch.

Zweimal mit der Faust ins Gesicht geschlagen

Er stieg aus, brüllte den Fußgänger an („Ist was?“, „Soll ich Dir noch ein Foto von mir geben?“), schlug ihm zweimal mit der Faust ins Gesicht. Danach raste er wieder davon. Der Fußgänger wurde leicht im Gesicht verletzt. Über das Kennzeichen hatte die Polizei leichtes Spiel, konnte schnell die Spur zum Angeklagten aufnehmen. Im Prozess gab sich der Autofahrer extrem kleinlaut und legte ein Geständnis ab. Das Gericht ließ am Ende Milde walten und verhängte eine Geldstrafe wegen Körperverletzung plus ein einmonatiges Fahrverbot.