One-World-Party

Waltroper aus aller Welt feiern – jenseits von Currywurst und Pommes

„Wenn man zusammen lebt, sollte man auch zusammen feiern.“ Unter diesem Motto fand am Samstag die One-World-Party 2021 im Pfarrgarten statt.
Syrische Süßspeisen von Mohammad Aljarrah und seiner Frau Safa Otani verführen zum Naschen. Die Töchter Malak und Rivan helfen fleißig mit. © Elena Schulze Langenhorst

Kunstvolle Beleuchtung, Pavillons und Essensstände schmücken den Pfarrgarten von St. Peter Waltrop. Musik und Lyrik erschallen von der Bühne, Essensdüfte verschiedenster Art wehen durch die Luft. Die One-World-Party der Waltroper Flüchtlingshilfe ist gut besucht. Sie schätze die Begegnung der Kulturen, sagt eine Besucherin. Auch Sonja Schatting zeigt sich begeistert: „Es macht einfach Freude, so viele tolle Menschen zu treffen, mal wieder richtig gute Live-Musik zu hören und unter freiem Himmel tanzen zu können.“

„Endlich ein Abend ohne Wahlkampf-Themen“

Bei vielen Besuchern klingt durch, dass es angenehm sei, den Abend vor der Wahl ganz entspannt ohne Wahlkampf-Themen verbringen zu können und stattdessen die tolle Atmosphäre und das vielseitige Essens-Angebot zu genießen. Kathrin Jewanski und Björn Jadzinski sind von der SPD, aber das sieht man ihrem Stand kaum an. „Wir wollen hier keinen Wahlkampf machen. Das ist einfach eine tolle Veranstaltung, die wir unterstützen wollten.“ Die beiden verkaufen griechischen Café Frappé, um zur kulturellen Vielfalt beizutragen.

Das afrikanische Reisgericht „Ris gras“ bieten (v.l.) Rokyatou Sanogo, Djeneba Camara, Mifina Kourouma und Salimata Camara. © Elena Schulze Langenhorst © Elena Schulze Langenhorst

Nebenan gibt es bei der DLRG französische Crêpes, und an vielerlei Ständen bieten Geflüchtete Spezialitäten aus ihrer Heimat an: Es gibt es syrische Süßspeisen, afrikanische Reisgerichte und vielfältige Spezialitäten vom Grill wie afghanisch-iranischen Kebab. „Das ist einfach mal was anderes, das finde ich gut. Da lernt man mal was kennen außer Currywurst und Pommes“, findet Olaf Schneider. Er habe bereits seine Neugier gestillt und von sämtlichen Essensständen eine Kleinigkeit probiert. Zudem sei die Musik „bombastisch gut“ und lade einfach zum Tanzen ein.

Musik bringt Menschen zusammen

Nicht nur die Gäste und das Essen sind international gemischt: Auch das Musikangebot bringt Menschen aus verschiedenen kulturellen Hintergründen zusammen. Die Band „Walthorpe Sounds“ beispielsweise vereint sieben Mitglieder aus vier Nationen: Armenien, Türkei, Somalia und Deutschland. So bestehe die Band sozusagen aus neu Zugewanderten und „alten“ Waltropern.

Der Abend in Waltrop

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