Open-Air-Konzert

Wolf Codera und seine Freunde heizen 350 Waltropern mächtig ein

Die Waltroper Kultur blüht wieder auf: Nach dem „Parkfest extra“-Wochenende spielten Wolf Codera und Freunde im Freibad auf - wer nicht dabei war, der hat ein geniales Konzert verpasst.
"Session Possible" im Freibad: Sängerin Daisiana Lekatompessy und Wolf Codera am Saxofon. © Thomas Bartel

Session possible? Nein – Session gelungen! Im Freibad spielten Wolf Codera und seine Freunde am Samstagabend auf – und rund 350 Fans sahen ein geniales Konzert. „Wir können es kaum glauben“, begrüßte der „Chef“ die Zuschauer, „wir sind nach fast zwei Jahren Corona-Zwangspause wieder in Waltrop“. Und er fügte hinzu: „Das ist ein großes Geschenk.“

„Daisy“ fegt wie ein Wirbelwind über die Bühne

Und dann legten er und seine Mitstreiter los: Allen voran Daisiana Lekatompessy, die wie ein Wirbelwind über die Bühne fegte und mit ihrer Klasse-Stimme dem Publikum mächtig einheizte. Angefangen mit „Lucca“ von Susan Vega bis „Simply the Best“ von Tina Turner, „Daisy“ stand meist im Zentrum der Show. Und ihre kleine Tochter Shannan samt Freundin Lala unterstützten sie überdies mit kleinen Tanz-Einlagen. Kein Wunder, dass die Zuschauer vor der Bühne auch in Bewegung kamen!

„SessionPossible“ mit Gitarrist George Martin und Sängerin Daisiana Lekatompessy © Thomas Bartel © Thomas Bartel

In Topform zeigte sich der noch junge Lead-Gitarrist Georgie Martin: Der Niederländer brillierte zum Beispiel bei „Another Brick in the Wall“ von Pink Floyd nicht nur mit seinem Instrument, sondern bot dazu einen Gesang, der sich mit dem Original von Roger Waters messen lassen konnte. Und Bass-Gitarrist Günter Asbeck glänzte mit seiner chilligen Stimme etwa beim „English Man in New York“ von Sting.

Erst nach drei Stunden gehen die Lichter aus

Abgerundet wurde das musikalische Angebot durch die Jazz-Einlagen von Pianist Daniel Sock, der erstmals bei einer Session dabei war, Sängerin Paula Stiers und den überzeugenden Schlagzeug-Einlagen von Drummer Dirk Sengotta. Dass Wolf Codera die Songs mit seinem Saxofon „würzte“, versteht sich von selbst. Erst nach rund drei Stunden und etlichen Zugaben gingen die Lichter aus.

„Location“ im Freibad kam „mega“ an

Und wie kam die neue „Open-Air-Location“ im Freibad an? „Das ist mega“, hörte man hier, „phänomenal“, kam von dort. Dabei hatten die städtischen Organisatoren um Marco Patruno nur die kleine Parkfest-Bühne vor der Freibad-Liegewiese platziert, davor einige Lichtwürfel und Bierzelt-Garnituren aufgebaut und mit farbigen Scheinwerfern für eine lauschige Atmosphäre gesorgt. Mancher Gast hatte sogar eine Picknick-Decke mitgebracht. Schlau war es auch, ein großes Zeltsegel aufzubauen, wo zahlreiche Zuschauer einen halbwegs trockenen Platz fanden, als sich um kurz nach 21 Uhr ein heftiger Regenschauer über Waltrop ergoss.

Die 350 Zuschauer genießen die Atmosphäre auf der Freibad-Liegewiese. © Thomas Bartel © Thomas Bartel

Nach Corona geht es zurück in die Gesamtschul-Mensa

Johannes Menzel, ein Traditions-Besucher der „Session possible“, vermisste allerdings die Intimität in der Gesamtschul-Mensa, wo in den letzten zehn Jahren immer aufgespielt wurde. Aber was im Corona-Zeiten natürlich nicht möglich war. Claudia Schänzer vom Kulturbüro betonte auf Nachfrage, dass das Freibad als Konzert-Arena auch in Zukunft denkbar sei, aber dass die „Session“ – sobald dies nach der Pandemie wieder möglich ist – zurück in die Gesamtschule wandere. „Da hängt ja auch noch mehr dran“, meinte Claudia Schänzer, „da sorgt die Technik-AG der Schule für den Aufbau und die Wirtschafts-AG für das Catering.“ Und das solle auch in Zukunft so bleiben. „Fürs Freibad haben wir neue Ideen“, machte sie neugierig. Welche? Das hat das Kulturbüro noch nicht verraten.

Info

  • In der zweiten Woche der Herbstferien gibt es – wie schon 2020 – eine neue Open-Air-Ausstellung der Waltroper Künstler Beth Adams-Ray und Florian Söll im Stadtpark. Dort werden großformatige Bilder der heimischen Kanäle gezeigt.
  • Bereits am Donnerstag, 23. September, um 20 Uhr gastiert der Kabarettist Andreas Rebers in der Waltroper Stadthalle. Einige Karten sind noch erhältlich. Sie kosten im Vorverkauf 26,40 Euro und an der Abendkasse 29 Euro.

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